Nicole en un otro mundo

Mein Auslandssemester in Puebla/Mexiko

Cuetzalan – Tag der Unabhängigkeit Donnerstag, 27. September 2007

Filed under: Unterwegs — spifra @ 7:48 pm

Am 16. September war Dia de la Independencia – der Unabhängigkeitstag Mexikos. Zu diesem Anlass sind zwei Freunde und ich in das idyllische Cuetzalan in der Sierra Norte Pueblas gefahren. Am Samstag Abend vor dem Unabhängigkeitstag sind wir angekommen. Das koloniale Städtchen liegt in einer Gegend mit Flüssen, Höhlen und Wasserfällen, in der Pfeffer und Kaffee und Vanille angebaut werden. Das Zentrum schmiegt sich an einen Berghang und schmale Gassen winden sich durch die bunten Häuser hindurch.

Wie immer ist der zocalo Zentrum aller Geschehnisse. Hier trafen wir auf ein wildes Gewusel der Einwohner, viele in traditioneller Kleidung, die sich und ihr Städtchen auf den Grito vorbereiteten. Der Grito ist der Unabhängigkeitsschrei, den der Präsident in Mexiko-Stadt, ebenso wie alle lokalen Bürgermeister oder Gastgeber um Mitternacht wiederholen, eine flammende Rede auf das Vaterland. Auf dem zocalo in Cuetzalan wurde eine Bühne für Live-Musik aufgebaut, es gab viele Stände mit traditionellen Gerichten, Kunsthandwerk und Eiern. Eier? Wieso Eier? Hart gekocht? Roh? Es handelt sich um eine weitere Tradition am Unabhängigkeitstag, mit der wir schnell Bekanntschaft machten. Es sind ausgeblasene Eier, die mit Konfetti gefüllt sind. Die Leute, vor allem die Jugendlichen klatschen sie sich gegenseitig auf den Kopf. Je später der Abend, desto häufiger befanden sich auch frische rohe Eier darunter. Sehr witzig. Haha. Hinzu kam eine Schlacht mit Rasierschaum, die die ganze Nacht zu dauern schien.

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Wir drei sind noch vor Mitternacht in ein Restaurant gegangen um zu essen. Dort haben wir dann auch den Grito ausgerufen, mit darauffolgender Nationalhymne. Wir sind den Rest der Nacht in dem Restaurant geblieben, haben gegessen, getrunken und gefeiert. Allerdings hatte ich mir ein wenig mehr von den Mexikanern erwartet. Wir haben uns sehr amüsiert, aber eine große Fiesta war das nicht. Kein Tanz und wenig Geschrei. Vielleicht hätten wir auch besser zum zocalo zurückkehren sollen, denn dort waren die Spuren einer wilden Fiesta am nächsten Morgen deutlich sichtbar.

Am nächsten Tag haben wir vor der Rückfahrt noch einen Abstecher in die schöne Natur der Sierra Norte gemacht. Wir sind in eine Höhle hinabgestiegen und sind zu einem Wasserfall gewandert. Die Landschaft Mexikos ist wirklich beeindruckend.

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Ich freu mich schon auf mehr. Morgen geht es für ein langes Wochenende nach Taxco. Ebenfalls bekannt als idyllisches Kolonialstädtchen und für seine eindrucksvolle Landschaft.

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