Da unsere alte Wohnung ziemlich hässlich war, für mexikanische Verhältnisse viel zu teuer und wir uns schließlich auch mit unserer Vermieterin gestritten haben, haben wir uns ein neues Heim gesucht. Und das ist viel schöner, viel größer, viel billiger. Wir wohnen jetzt in einem schicken Kolonialbau im Zentrum. Drei Durchgangszimmer. Betsi, die im hinterstes Zimmer lebt, muss durch mein und durch Julias Zimmer marschieren, um in die Küche zu gelangen. War am Anfang etwas merkwürdig, aber wir haben uns schon dran gewöhnt.
Im Haus befinden sich eine Tanz- und eine Gesangschule. Anstelle von Glockengeläut um 6.30 Uhr morgens werde ich nun vom Rauf und Runter des Do-Re-Mi einer kräftigen Männerstimme geweckt. Allerdings erst zwischen 8 und 9. Das ist eindeutig eine Besserung.
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